29 Ocak 2016 Cuma

2 Jahre

Fast zwei Monate verspätet, aber kein bisschen weniger von Herzen, möchte ich dir heute ein paar Worte schreiben, mein großer kleiner Mann.

Am 19. März bist du zwei Jahre alt geworden. Wir hatten einen wundervollen Tag, der auch noch einer der ersten warmen Sonnentage des Jahres war. Dein Geburtstag war rundherum gelungen und immer wieder hast du "Ich hat Deburtstag!" wiederholt und dich über die vielen Geschenke und den lieben Besuch gefreut. Du warst ein rundherum glückliches und dankbares Geburtstagskind und auch dein Bruder war an deinem Tag voll und ganz darauf aus, dich glücklich zu machen. Es war einfach wundervoll.

Mein Kleiner, du bringst mich immernoch täglich zum lachen, mit deinem sonnigen Gemüt, deiner heiteren Art und deiner guten Laune. Du trägst dein schelmisches Grinsen immer bei dir und weißt mittlerweile genau, dass keiner dir böse sein kann, wenn du Blödsinn machst und danach kicherst und keckerst. Du bist dabei einfach zu niedlich! Dabei hast du es wirklich faustdick hinter den Ohren - immer wieder höre ich, dass du aussiehst wie ein kleiner Michel aus Lönneberga und ich kann dem nur zustimmen und auch immer wieder betonen, dass du auch mindestens so viele Flausen im Kopf hast. Aber du bist dabei eben einfach herzerfrischend fröhlich und frech.

Du bist ein total empathischer kleiner Mensch. Du hälst immer inne, wenn dein Bruder weint oder sich weh getan hat und versuchst zu trösten. Du sagst immer wieder "T weint! T weint! Warum?!" und möchtest wissen, was los ist. Wenn ich mir den Fuß stoße und schimpfe, umarmst du mich und drückst mich, dass es mir Tränen der Rührung in die Augen treibt. Überhaupt gibst du die großartigsten, festesten Umarmungen, die man sich vorstellen kann. Wenn wir Papa morgens an der Haustür verabschieden, rennst du ihm in die Arme und drückst ihn so fest du kannst. Überhaupt verabschieden wir uns immer mit einer dicken Umarmung - egal ob von deinem Bruder im Kindergarten oder bevor du mit Papa Brötchen holen fährst, verabschieden und drücken ist unglaublich wichtig für dich.

Kuschlig warst du ohnehin schon immer und bist es bis heute. Beim Einschlafen rückst du ganz nah an mich heran und hältst deine Arme fest um meinen Hals geschlungen. Meistens vergräbst du auch noch dein Gesicht an mir und flüsterst immer wieder "Mama! Mama!", um dich zu vergewissern, dass ich noch da bin. Wenn du nach dem Mittagsschlaf oder Morgens aufwachst, brauchst du mindestens eine halbe Stunde intensives kuscheln, um überhaupt richtig wach zu werden. Diese Momente genieße ich so sehr und es gibt für mich nichts schöneres, als deinen schlafwarmen Körper ganz fest in meinen Armen zu halten, dein flauschiges Haar zu küssen und deinen Kinderduft zu atmen.

Du bist immer in Bewegung und noch immer wirkst du eher zart, bist aber absolut drahtig und agil. Du hüpfst auf dem Trampolin wie ein Großer, springst Stufen hinunter, kletterst auf alles was irgendwie geht und sorgst bei uns täglich (!) für aussetzende Herzschläge. Du bist einfach ein totaler Draufgänger und entsprechend oft hast du blaue Flecke, Schrammen, Schürfwunden und Beulen. Natürlich sind wir unglaublich stolz darauf, was du alles kannst und machst und wie gut du deinen Körper schon beherrschst, aber manchmal wäre es doch besser, du würdest vielleicht mal nachdenken, bevor du die Treppe runter springst... aber so bist du einfach nicht, du rennst einfach drauf los, es wird schon gut gehen.

Dein Sprachtalent haut uns beinahe täglich vom Hocker. Du sprichst seit Monaten so gut wie alles nach und jetzt mit zwei Jahren kann man sich mit dir beinahe normal unterhalten - also wir können das, Außenstehende verstehen wahrscheinlich nicht so viel, weil du teilweise noch etwas nuschelst. Du erzählst herzlich gerne Blödsinn und freust dich, wenn wir darüber lachen. Am Wochenende hast du zum Beispiel steif und fest behauptet "Das ist ein Krakor-Flugzeug!" am Himmel und kein Flugzeug. Dir und dienem Bruder bei euren Gesprächen zuzuhören ist für mich immer wieder eines meiner täglichen Highlights.

Überhaupt versteht ihr beide euch seit langem viel besser und seit ein Herz und eine Seele. Immer hängt ihr zusammen, spielt zusammen und wollt auch ohne nicht gerne ohne den anderen sein. Ihr kümmert euch umeinander, heckt Unsinn aus ("Wir machn Matschereia! Wir machn Blödsinn!") und seit einfach ein wunderbar eingespieltes Team. Genauso leidenschaftlich streitet ihr natürlich und mittlerweile haut ihr auch oft abwechselnd aufeinander ein - meistens ziehst du dabei aber noch den kürzeren, weil dein großer Bruder dir körperlich einfach noch überlegen ist. Aber du lässt dir nichts gefallen und vertrittst deinen Standpunkt deutlich.




Man merkt gerade auch sehr deutlich, dass sich bei dir viele Veränderungen anbahnen. Seit längerem schon willst du alles "A-LAI-NÄ!!!" machen und lässt dir auch überhaupt nichts zeigen oder erklären. Nein, du willst um jeden Preis deinen Kopf durchsetzen und es auf deine Art machen und nimmst nur selten Hilfe an. Eigentlich finde ich das auch großartig, aber leider misslingen deine Versuche nur allzu oft und dann bist du völlig außer dir vor Wut und schreist und tobst.

Das ist leider die Kehrseite deines sonst so fröhlichen Charakters - du kannst dermaßen ausrasten, dass man sein lachendes, fröhliches Kind kaum wieder erkennt. Gerade ist es eben besonders schwer für dich, zum Beispiel, wenn die geschälte Banane abbricht, Mama den Deckel vom Joghurt abreißt obwohl du das machen wolltest, die Nudel sich nicht wie gewünscht auf die Gabel aufpiksen lässt oder der Legostein einfach nicht halten will, wie du dir das vorstellst. Kleinigkeiten bringen dich völlig aus der Fassung und bescheren uns teilweise eine halbe Stunde Geschrei und Tränen, ohne, dass wir dir wirklich helfen könnten. Das ist für uns alle schwer, aber wir müssen da gemeinsam durch und ich weiß, dass du das bald besser verarbeiten können wirst, wenn etwas nicht so läuft wie geplant.

Mein Kleiner, bald wirst auch du ein großer Bruder sein! Das Baby im Bauch ist hier ständig Thema - entweder ihr zwei streichelt, küsst oder haut auf dem Babybauch herum oder ihr seid gerade wieder selber schwanger und lauft mit Kissen unter euren Pullis herum. Das ist wirklich total niedlich und ich bin so unglaublich gespannt darauf, wie du dann tatsächlich auf das Baby reagieren wirst. Bei deinem großen Bruder kann ich mir das schon ganz gut vorstellen, aber bei dir weiß ich nicht, wie du auf die geteilte Aufmerksamkeit von Mama und/oder Papa reagieren wirst. Gerade, weil du uns auch oft körperlich noch sehr brauchst und auf den Arm willst oder eben ausgiebig kuscheln. Aber wir werden das alles hin bekommen, da bin ich ganz sicher! Schließlich kann man mit so einem Baby auch ganz wunderbar gemeinsam kuscheln und ich glaube du wirst schnell merken, dass wir dich kein bisschen weniger lieben als vorher und noch immer für dich sind. Du wirst ganz sicher stolz sein, wenn du dabei mithelfen kannst, das Baby zu umsorgen und ich glaube du wirst ein großartiger großer Bruder sein.

Ich werde dich ganz besonders im Auge behalten, mein Schatz, das verspreche ich dir. Du bist und bleibst mein Sonnenschein, mein Strahlekind, mein Kuschelhase, mit deinen stahlblauen Augen und deinen blonden Wuschelhaaren. Ich liebe dich so abgöttisch und bin täglich dankbar dafür, dass du ein Teil unserer Familie bist und immer sein wirst. Es wird für dich vielleicht manchmal schwer sein, nicht mehr der Kleine zu sein und auch nicht der Große, aber du bleibst unser kleiner Chaot, unser quirliger Wirbelwind! Ein ganz besonderer kleiner Mensch bist du und nichts wird sich an unserer unendlichen Liebe zu dir und unserem Stolz auf dich jemals ändern.

Zwei Jahre bist du jetzt alt. Ich kann es wirklich kaum fassen. Du bist doch mein Baby, dass mich völlig in meiner Mutterrolle hat ankommen lassen und mich versöhnt hat mit all den Fehlern, die ich bei deinem großen Bruder gemacht habe. Du hast vor über zwei Jahren dafür gesorgt, dass ich endlich auf mein Herz hören konnte und mich heute traue die Mama zu sein, die ich sein will, egal was andere davon halten. Dafür Danke ich dir, von ganzem Herzen.

Ich zweifle jeden Tag, aber ich gehe meinen Weg mit euch weil ich sehe, was für großartige Jungs ihr seid, auch oder gerade weil ihr nicht immer das tut, was man von euch erwartet. Ihr habt euren eigenen Kopf und seid wie Kinder sein sollten - frech und wild und wunderbar.

Im schwangeren Körper - Babybauch 33+2

Mein schwangerer Körper und ich, wir stehen manchmal auf Kriegsfuß - die Krampfadern werden nicht gerade weniger, nach dem "Bezwingen" der Treppe bin ich aus der Puste, auf dem Rücken liegen beschleunigt meinen Puls gefühlt um das Doppelte, zu schnell aufstehen ist generell keine gute Idee und überhaupt habe ich das Gefühl, teilweise nicht mehr alles so machen zu können, wie vorher. Gerade letzteres ist für mich eine völlig neue Erfahrung, denn in den Schwangerschaften mit den Jungs war ich bis zum letzten Tag völlig agil und spürte kaum eine Einschränkung. Ich erzähle an der Stelle immer gerne, dass ich noch zwei Wochen vor der Geburt des Großen auf Knien Teppichböden in unserem Haus verlegt habe, denn das beschreibt meine bisherigen Erfahrungen mit der berühmt berüchtigten Schwerfälligkeit in der Schwangerschaft am besten.

Doch dann ist da noch die andere Seite - zu keinem Zeitpunkt in meinem Leben, habe ich mich mit mir und meinem Körper so unglaublich wohl gefühlt, wie in der Schwangerschaft. Der Bauch wird täglich runder, was mir ein stilles Lächeln auf die Lippen zaubert. Ich bewundere den wachsenden Bauch Abends im Spiegel und streichle versonnen darüber. Das Becken ist breiter geworden, wodurch ich mich nicht schlechter sondern einfach nur weiblicher fühle. Meine Brüste haben wieder eine Größe erreicht, die einen BH wirklich ausfüllt und obwohl ich weiß, dass dieses Glück nur von kurzer Dauer ist (nach der Stillzeit werde ich mich davon wieder vollkommen verabschieden müssen und zu einem gerade-so-A-Cup zurück kehren), genieße ich meinen veränderten Körper in vollen Zügen und fühle mich rundum wohl. Darüber spricht man ja eigentlich nicht, aber dem Liebesleben ist das auch nicht gerade abträglich, was vielleicht auch ein gutes Stück zum verbesserten Wohlbefinden beiträgt.

Ich esse worauf ich Lust habe, verkneife mir keine Süßigkeit und würde niemals auf die Idee kommen, etwas zu kaschieren oder einzuziehen, wie Frau es sonst so gerne tut. Vielleicht macht es mir auch deswegen solchen Spaß, jede Woche diese Fotos zu machen, denn nie wieder werde ich so viele Bilder von mir sehen, die mir gefallen. Das mag eingebildet klingen, aber ich kann mich jede Woche kaum entscheiden zwischen den Fotos, weil ich sie alle mag. Sie führen mir diese ganz besondere, magische Zeit in meinem Leben vor Augen, die nie mehr wieder kommen wird. Sie zeigen mich ganz und gar als Frau und - so wenig empanzipiert das auch klingen mag - bringen ein Stück weit meine Bestimmung zum Ausdruck. Vielleicht kann ich diese Schwangerschaft deswegen so sehr genießen, weil ich Kinder austragen als mir vorbestimmt ansehe und mich damit vollkommen fühle.

Der Inhalt und Sinn meines Lebens sind im Moment meine Kinder und so sehr ich weiß, dass sich das auf ganz natürliche Art und Weise wieder verändern wird, so sehr nehme ich diese Rolle gerade an. Ich bin mehr als dankbar, die Wahl zu haben und mich ganz auf meine Familie konzentrieren zu können. So anstrengend und zermürbend manche Tage auch sein mögen - die Zeit kommt niemals wieder und ich versuche sie in all dem Alltags-Chaos so gut wie möglich zu genießen.

Vorbereitungen auf das dritte Kind - Babybauch 32+2

Offiziell sind es weniger als acht Wochen (waaaaaas?!) bis zur Geburt unseres dritten Kindes. Eine Zeit, in der man für gewöhnlich alle nötigen Vorbereitungen für die Ankunft des neuen Erdenbürgers trifft und sich im sogenannten Nestbau-Modus befindet.

Bei uns ist davon bislang nicht viel zu spüren. Ein Kinderzimmer muss nicht vorbereitet werden, da das Baby sowieso bei mir schlafen wird - entweder im Kinderzimmer mit den Jungs oder mit im Schlafzimmer. Das lassen wir auf uns zukommen. Eine neue Babyschale fürs Auto steht einsatzbereit in der Ecke, denn die habe ich bereits im Februar gekauft (unsere vorherige ist mittlerweile schon älter als fünf Jahre und mir damit einfach nicht mehr sicher genug). Der Laufstall bleibt dieses mal direkt auf dem Dachboden, denn der wurde bei den Jungs schon so gut wie gar nicht bzw. nur als Ablage und Katzen-Schlafplatz genutzt.

Einen meiner ersten Einkäufe fürs Bauchmädchen hatte ich ja bereits gezeigt. Seitdem sind auch ein paar weitere "Mädchensachen" dazu gekommen, allerdings größtenteils aus dem Fundus von Freundinnen und Nachbarinnen, denn ich bin wirklich großer Fan von Second Hand Bekleidung für die Kinder, insbesondere wenn man weiß, wo die Sachen her kommen. Bei dem tollen Einteiler von Boden konnte ich aber dennoch nicht widerstehen und musste zuschlagen. Aber das ein oder andere besondere Stück darf eben auch gerne einziehen, auch wenn man eigentlich schon alles hat. Die Kartons mit den alten Klamotten habe ich zumindest schonmal vom Dachboden geholt und grob vorsortiert, aber gewaschen ist davon noch nichts.

Ansonsten müssen wir eigentlich nur noch einen neuen Hochstuhl anschaffen, aber da ich nach wie vor schwer verliebt in den Stokke Tripp Trapp bin, werden wir auch bei Kind Nr. 3 diesem Modell treu bleiben und die Bestellung ist reine Formsache. Das ist an der Stelle übrigens leider keine Werbung (wir müssen den Stuhl tatsächlich selbst kaufen! :D), aber ein echter Einkaufstipp, denn bei Skandic gibt es den Tripp Trapp fast immer etwas günstiger, als im Geschäft vor Ort oder sonstwo im Netz. Dieses Mal haben wir sogar das tolle Newborn-Set von einer Freundin bekommen, worüber ich mich wirklich unglaublich freue! Ich finde es großartig, dass unser Baby vom ersten Tag an ganz selbstverständlich mit uns am Tisch sein wird und so gleich mittendrin ist im Familienleben.

Ein Name für das Kind wäre noch eine großartige Sache, aber ich fürchte, da werden wir uns ohnehin nicht vor der Geburt einig. Wir werden das denke ich wieder so handhaben wir bei unserem Kleinen und unser Baby erst einmal kennen lernen und uns dann in Ruhe überlegen, wie es heißen soll. Schließlich haben wir nach der Geburt immernoch eine Woche Zeit für die Anmeldung beim Standesamt. Restzweifel bezüglich des Geschlechts gibt es bei uns auch nach wie vor, zumal man beim dritten und letzten Ultraschall letzte Woche vom Geschlecht nichts mehr erkennen konnte. Wir glauben das mit dem Mädchen erst dann, wenn wir es live sehen.

Was braucht ein Baby eigentlich wirklich? Meiner Erfahrung nach in den ersten Wochen nichts außer Liebe, Nähe und Geborgenheit. Gut, ein paar Wechselklamotten und Windeln sind schon von Vorteil, aber ansonsten kann man doch alles getrost auf sich zukommen lassen. Unverzichtbar für mich ist mein Tragetuch und sicher auch der Kinderwagen als Ablagemöglichkeit für Draußen, wenn das Baby schläft und wir mit den Jungs im Garten sind.

Ansonsten habe ich mir vorgenommen, mir und auch meinem dritten Kind so lange wie möglich ein richtiges Wochenbett zu gönnen und tatsächlich möglichst zum Stillen, Kuscheln und Ausruhen im Bett zu bleiben, ohne mich zu sehr aus dem Familienalltag heraus zu ziehen. So ein bisschen kommt es auch darauf an, wann genau unser Baby zur Welt kommen wird, denn je nachdem muss mein Mann kurz nach der Geburt noch für eine Woche auf Klassenfahrt und meine beste (von den Kindern heiß geliebte) Freundin wird für diesen Zeitraum hier sein. Dann werde ich mich aber sicherlich nicht ins Bett legen und ihr die Kinder die ganze Zeit allein überlassen, womit ich ja beim Papa keine Probleme hätte, hihi. Aber auch das werden wir auf uns zukommen lassen und sehen, wie es sich für jedes Familienmitglied am besten anfühlt.

Hach, was freue ich mich auf dieses Mini-Menschlein!

Der Geburtsvorbereitungskurs - Babybauch 31+2

 

Ich bin nun zum dritten Mal schwanger und gerade ist mein dritter Geburtsvorbereitungskurs zuende gegangen. 

Beim ersten Kind haben wir noch artig einen Paarkurs gemacht (da bekommt man die Männer ja noch ganz gut dazu überredet... :D) und dort natürlich auch wirklich viel Neues erfahren. Ich hatte mich vorher nie groß mit Schwangerschaft und Geburt geschweige denn dem Eltern-werden auseinander gesetzt und fühlte mich durch den Kurs wirklich toll unterstützt und gut vorbereitet. Die Hebamme, die den Kurs leitete, war sehr erfahren und strahlte diese wundervolle Ruhe aus, die manche Menschen einfach inne haben. Ich glaube alleine dadurch fühlte ich mich wohl und sah der Geburt (im Geburtshaus) freudig und gelassen entgegen.

Der zweite Kurs war ein reiner Frauenkurs. Meinen Mann hätte ich kein zweites Mal überreden können und da wir ja ohnehin keine Betreuungsmöglichkeit hier vor Ort haben, kam ein gemeinsamer Kurs am Abend sowieso nicht in Frage. Ich freute mich sehr auf diesen Vorbereitungskurs, denn er bedeutete für mich vor allem einen Abend nur für mich und mein Baby. Die zweite Schwangerschaft läuft ja ohnehin schon wesentlich mehr nebenbei und so hatte ich wenigstens einen Abend in der Woche einen Termin, wo ich wirklich nur an dieses Baby in meinem Bauch dachte und mich auf die Geburt dieses Kindes einstimmte. Neues zur Geburt hörte ich hier natürlich nicht mehr wirklich, aber auch den Austausch mit den anderen Frauen fand ich sehr wertvoll, schließlich war ja auch die ein oder andere im Kurs, die schon mehr als ein Kind hatte. Aber auch mit den Erstgebärenden waren die Gespräche toll und ich freute mich, dass ich von meiner unkomplizierten und schönen Geburt im Geburtshaus erzählen und damit einigen vielleicht auch ein paar Ängste nehmen konnte. Der Umgang miteinander war sehr positiv und wir alle tauschten am Ende Nummern aus und sind teilweise bis heute miteinander in Kontakt.

Für mich stand also auch in dieser Schwangerschaft fest, dass ich wieder einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen möchte und wieder einen Frauenkurs. Erneut wollte ich diesen Kurs vor allem für mich und mein Baby, damit wir einen exklusiven Abend für uns haben und eben um mich auch mal mit meiner dritten Geburt auseinander zu setzen. Der Kurs endete diese Woche und mein Fazit fällt dieses mal weniger positiv aus. 

Leider war ich die einzige Frau, die nicht das erste Kind erwartete und damit fiel der für mich interessante Erfahrungsaustausch zum Geburtserlebnis weg. Auch die Frauen an sich waren in dieser Runde einfach nicht so offen und kommunikativ wie bei den letzten Malen. Vor allem aber habe ich erlebt, dass so ein Kurs wirklich mit der Kursleitung steht und fällt. Die Hebamme hatte noch nicht viel Erfahrung und wir waren erst ihr zweiter oder dritter eigenständig geleiteter Geburtsvorbereitungskurs. Das hat man vor allem daran gemerkt, dass sie einfach kein rechtes Konzept hatte und der sogenannte "Rote Faden" fehlte. Sie sprang vom einen Thema zum anderen und schweifte mit ihren Gedanken und Erzählungen immer wieder derart ab, dass man kaum folgen konnte. 

Am gravierendsten fand ich aber, dass sie in meinen Augen viele Dinge sehr negativ darstellte und unheimlich oft darüber sprach, was alles schlecht laufen kann. So fragte z. B. eine Frau, ob es denn stimme, das jede Frau stillen könne. Daraufhin sagte sie etwas wie "Ja, wenn sie die nötige Unterstützung und Hilfe hat und ihre Hebamme ihr immer zur Seite steht, z. B. bei einem Milchstau,..." - da kann man doch auch positiver antworten und nicht gleich ausführen, was alles schief gehen kann. Ich selbst konnte tatsächlich einfach so stillen, ohne das ich jemals irgendwelche Probleme hatte. Auch wenn es vielleicht vielen Frauen anders geht, ist es doch theoretisch möglich, dass das Stillen ganz wunderbar funktioniert, auch ohne große Intervention von außen. Klar, es ist auch wichtig zu vermitteln, dass nicht immer alles eitel Sonnenschein ist und über mögliche Komplikationen aufzuklären, aber grundsätzlich bin ich der Meinung, dass so ein Kurs die Frauen vor allem positiv auf das ihnen bevorstehende (einzigartige, großartige, weltbildverändernde!) Geburtserlebnis und die teilweise holprige Anfangszeit mit ihrem neugeborenen Baby einstimmen und ihnen wenn möglich Ängste nehmen und nicht neue schüren sollte. Schon am zweiten Kursabend habe ich der Hebamme das auch - unter vier Augen nach dem Kurs - gesagt, aber so wirklich verändert hat das nichts. 

Ich persönlich finde das unheimlich schade, vor allem für die anderen Frauen im Kurs, die nun in meinen Augen nicht unbedingt freudig ihrer Geburt entgegen sehen. Sogar ich hatte an einigen Themen ganz schön zu knabbern und hatte tatsächlich noch gestern einen Tag, an dem ich dachte mit meinem Baby stimmt was nicht, einfach weil wir am Vortag im Kurs darüber gesprochen hatten, ob man es nun spürt wenn das Baby im Bauch verstirbt oder nicht. Ganz ehrlich, das will ich eigentlich gar nicht wissen... ändern könnte ich es sowieso nicht und es lenkt meine Gedanken und Gefühle einfach nur in eine falsche Bahn. Und wenn das sogar mich beim dritten Kind nicht unberührt lässt, wie geht es da erst Frauen, die das alles zum ersten Mal erleben?

Trotzdem würde ich wohl jedes Mal wieder einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen, egal beim wievielten Kind. Auch für neue Kontakte zu anderen Müttern ist so ein Kurs eigentlich eine tolle Sache, aber vor allem befasst man sich dann wenigstens für ein paar Stunden doch noch einmal intensiver mit dem Menschlein in seinem Bauch, als man es im Alltag (insbesondere mit zwei kleinen Rabauken) in der Regel tut. 

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und auch mehr als einen Kurs besucht? Und würdet ihr wieder einen machen? 

Große Veränderungen

Wer diesen Blog schon länger liest weiß, dass mich seit letztem Jahr das Heimweh plagt und wir seitdem versuchen, für meinen Mann eine Stelle in meiner Heimat zu finden. Für ihn als Lehrer ist es ja nicht ganz so einfach, die Stelle, geschweige denn das Bundesland zu wechseln, aber wir haben es über eine Beförderungsstelle (ich möchte das Ganze Lehrer-Beamten-Job-Gedöns jetzt nicht genauer ausführen, das ist so unglaublich kompliziert) nun dreimal versucht. Was soll ich sagen - jetzt hat es geklappt. In der Woche vor Ostern haben wir den positiven Bescheid bekommen und offiziell hat er ab 01.08.2015 seine neue Stelle in Rheinland-Pfalz. Boom.

Ich freue mich wahnsinnig, bin aber auch ein wenig durcheinander und glaube irgendwie noch nicht so ganz, dass das nun wirklich geklappt hat und wir ab diesem Sommer in meiner Heimat sind und dort als dann fünfköpfige Familie leben. Die Sommerferien beginnen hier in Nordrhein-Westfalen dieses Jahr bereits Ende Juni und Anfang September sind sie in Rheinland-Pfalz vorbei. Das bedeutet für meinen Mann zehn Wochen Sommerferien und für uns ein wenig Zeitgewinn, um die vielen Dinge zu regeln, die jetzt auf uns zu kommen.

Erst einmal bekommen wir ja (so ganz nebenbei...) im Juni ein Baby. Ich bin so unglaublich dankbar dafür, dass unser Kind noch hier zur Welt kommen kann und wir damit wieder ins Geburtshaus gehen können, denn an der Mosel ist die Wahlfreiheit bei der Geburt faktisch aufgehoben, da es weder ein Geburtshaus gibt, noch eine Hebamme, die eine Hausgeburt durchführen würde. Wenn unser Baby da ist, wollen wir uns mit unserem neuen Familienmitglied erstmal ein bisschen einleben und die magischen Anfangswochen relativ ohne Stress genießen. Es sind dann zwar noch nicht ganz Sommerferien, aber zur Überbrückung werden meine beste Freundin und meine Mutter noch je eine Woche hier verbringen.

Dann müssen wir (wahrscheinlich am besten vor der Geburt) ein Haus oder eine passende Wohnung zur Miete finden. Der Immobilienmarkt an der Mosel ist sehr überschaubar, daher bleibt das ein bisschen ein Glücksspiel. Zwei Häuser haben wir uns schon beim letzten Besuch bei Oma angesehen, von denen eines eventuell auch in Frage kommen würde, aber so richtig klick gemacht hat es noch nicht.

Den Umzug haben wir für Anfang August angesetzt, damit wir auch dort unten noch ein bisschen Ferienzeit mit Papa zusammen haben, um uns als Familie neu einzuleben und ein bisschen Alltag herzustellen. So einen Umzug macht man mit drei kleinen Kindern über eine Distanz von fast 400 Kilometern natürlich auch nicht mal eben so und erst recht nicht selbst, weshalb wir uns auch noch um eine Umzugsfirma und entsprechende Angebote kümmern müssen.

Last but not least steht der Verkauf unseres eigenen Hauses auf dem Plan, wobei es da gerade tatsächlich ganz gut aussieht. Klar, das Haus ist fast neu (vier Jahre alt wenn wir ausziehen) und wird daher sicher gut weg gehen, aber einen dicken Verlust machen wir dennoch. Das wussten wir aber natürlich vorher. Die Abwicklung (auch mit der Bank) wird aber so oder so eine ganze Weile dauern und Notare sind jetzt auch nicht gerade für ihre Schnelligkeit bekannt.

Ein neues Baugrundstück haben wir Ende letzten Jahres schon gekauft, aber mit der Planung des neuen Hauses lassen wir uns erstmal noch etwas Zeit. Schließlich haben wir genug mit den ganzen anderen Dingen zu tun, die auf uns zu kommen und das wichtigste ist sowieso, dass die Kinder sich in ihrer neuen Heimat gut einleben und wir dort letztlich alle glücklich werden.

Ich bin ganz ehrlich - ich gehe hier mit einem lachenden und einem weinenden Auge weg, denn ich habe auch hier nette Menschen kennen gelernt, mag unser Haus und unsere Nachbarn und schließlich ist das hier im Moment für meine Kinder ihr Zuhause. Trotzdem freue ich mich auf meine Heimat und darauf, dass die Kinder mehr von ihrer Familie haben und ich auch wieder mehr von meinen Freunden. Dennoch haben wir ein spannendes und anstrengendes Jahr vor uns. In vielerlei Hinsicht.

12von12 - April 2015

Der 12. April war gleichzeitig der letzte Ferientag und damit der letzte freie Tag von Papa. Wir haben den sonnnigen Tag für eine Grilleinladung von Freunden genutzt, zu dem wir spontan auch noch die bald neuen Nachbarn eingeladen haben. Das Wetter war klasse, die Stimmung gut und bei insgesamt sieben Kindern wurde auch keinem langweilig. Allerdings sind damit auch ziemlich einseitige 12 Bilder entstanden, die aber einen für uns wundervollen Tag einfangen.

Mehr 12 von 12 gibts bei Draußen nur Kännchen.


Vormittags sind wir schon draußen und genießen die Sonne. Die Nachbarn sind auch da und mit ihnen dieser scheinbar äußerst interessante Traktor.



Mein Kleiner wirft permanent schmachtende Blicke auf das Teil...



Bis der Nachbarsjunge ENDLICH aufsteht und er das Teil erobern kann. Farblich passt er ja schonmal sehr gut dazu.



Der Kleine schläft. Der Große ist mit Freunden in den naheliegenden Freizeitpark - das erste Mal, dass unser Kind ohne uns unterwegs ist und wir sind... ein bisschen gelangweilt. Darf man ja gar nicht laut sagen. Aber wir haben die Zeit brav genutzt um gar nichts zu tun.



Ich schaue mich auch in diesem Frühling wieder staunend in meinem Garten um - überall entsteht neues Leben und aus grau wird grün. Wieso hab ich das früher bloß nie wahrgenommen?  



Der Kleine ist wieder wach und so langsam ist ihm glaube ich auch langweilig ohne den großen Bruder. Zumindest fragt er immer wieder. Jetzt mäht er erstmal ne Runde.



Endlich ist er wieder da und mit ihm seine Freundin.



Auch die anderen Gäste trudeln langsam ein. 



Die Kinder haben jedenfalls viel Spaß zusammen (diese schmachtenden Blicke... hachz!).



Besonders mein Großer und seine Freundin. Die beiden kennen sich schon seit ihrer Geburt (und wir Eltern uns seit dem Geburtsvorbereitungskurs).



Der Grill wurde angeschmissen, gleich gibts Abendessen.



Nicht nur die Kinder tollen ausgelassen herum, auch die Männer machen sich einen Spaß daraus, den Kindern die Bälle abzujagen. Bisschen unfair, aber alle haben Spaß. 

Dreißig Wochen - Babybauch 30+3

Die 30. Schwangerschaftswoche ist vorbei. Wieder so ein Meilenstein, der mich gleichzeitig froh und fassungslos macht. Kann es wirklich schon sein, dass die letzten zehn Wochen dieser Schwangerschaft begonnen haben? Haben wir nicht erst vor ein paar Wochen kichernd beschlossen, dass wir das Abenteuer drittes Kind tatsächlich wagen wollen? Hielt ich nicht erst vor kurzem den positiven Test in den Händen? Und war ich nicht erst gestern erleichtert, als die zwölfte Woche vorbei war? Jetzt hat sich tatsächlich schon eine 3 vorne in die Wochenzahl gemogelt und ich kann kaum glauben, dass ich wirklich schon so weit sein soll.

Die letzten zehn Wochen werden genauso verfliegen, wie die Zeit bis hierher und das macht mich - ganz ehrlich - schon jetzt ein bisschen wehmütig. Der Gedanke daran, dass meine letzte Schwangerschaft sich langsam schon dem Ende zuneigt, ist für mich kein schöner. Klar, da wartet ja das Baby auf mich, aber trotzdem bin ich einfach gerne schwanger und irgendwie gehen die guten Zeiten doch immer zu schnell vorbei. Wenn das Baby erst da ist, ist es damit ja nicht anders - schwupps ist das Kind ein Jahr alt und ich frage mich, wie das sein kann, wo ich doch gestern noch diese Zeilen hier schrieb.

Ich gebs ja zu, ich bin nicht gut im Loslassen. Am liebsten hätte ich wohl immer einen Kugelbauch oder ein frisch geschlüpftes Baby im Haus, einfach weil es so etwas besonderes und großartiges ist, aber das geht natürlich nicht und ich weiß auch, dass unsere Kraft sich mit Nummer Drei erschöpfen wird. Ihr wisst ja alle, wie verdammt anstrengend es ist Kinder zu haben, auch wenn es gleichzeitig die erfüllenste und schönste Aufgabe der Welt ist. Schon jetzt gibt es Tage, wo die Nerven blank liegen und mit steigender Kinderzahl wird das wohl kaum weniger werden.

Nun haben unsere Kinder natürlich auch einen sportlichen Altersabstand, aber gerade das finden wir ja auch so toll. Die Jungs verstehen sich meistens super, spielen ganz selbstverständlich zusammen und haben die gleichen Interessen, auch wenn sie alle paar Minuten irgendwie mehr oder weniger dramatisch aneinander geraten. Das ist mit einem größeren Altersabstand sicherlich einfacher, aber in meiner Vorstellung haben die Kinder dann eben auch einfach weniger gemeinsam und da wird es dann vielleicht in anderer Hinsicht schwieriger, verschiedene Bedürfnisse zu vereinen. Letztlich ist das ja sowieso totale Geschmackssache und ganz bestimmt hat alles seine großen Vor- und Nachteile, für uns ist es so aber perfekt.

Wir sind sehr gespannt, wie das dritte Kind die herrschende Familiendynamik verändern wird und vor allem ,wie die Jungs auf ihre Babyschwester reagieren werden. Beim Großen mache ich mir eigentlich kaum Sorgen, denn der ist absolut vernarrt in Babys und hat mit seinen 3,5 Jahren schon sehr genaue Vorstellungen davon, was da auf ihn zu kommt. Zumal er ja nicht zum ersten Mal großer Bruder wird. Der Kleine wird wohl schon eher damit zu kämpfen haben, denn er ist sehr nähebedürftig und kann natürlich auch nicht recht verstehen, was da bald passieren wird (auch wenn er ständig vom "Baby in Mamas Bauch" und "Baby in meinem Bauch" spricht und meinen Bauch streichelt und kuschelt). Er wird ja dann eh ein berüchtigtes Sandwichkind sein, um das ich mich - laut meiner besten Freundin (ebenfalls Sandwichkind) - dann bitte besonders zu bemühen habe. Werde ich natürlich und ich bin mir sicher, dass es da auch zu Spannungen kommen wird, aber die gehören in einer Familie nunmal genauso dazu, wie die bedingungslose Liebe für jedes Kind. Ich bin ja auch deswegen zusätzlich ein bisschen froh, dass es ein Mädchen wird, weil ich denke, dass meinem Kleinen dadurch die Abgrenzung zu seiner kleinen Schwester etwas einfacher fallen wird. Aber wir werden sehen, wie sich das entwickelt.

Apropos Mädchen - morgen habe ich den letzten großen Ultraschall und ich muss offen zugeben, dass ich noch immer etwas skeptisch bin, ob es denn beim Mädchen-Outing bleibt. Vielleicht kann man morgen auch schon nichts mehr in der Richtung erkennen, aber ich werde meine Ärztin auf jeden Fall bitten, noch einmal nachzuschauen. Und richtig glauben werde ich es bestimmt auch erst, wenn ich es selbst sehe, also live.